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Albrecht der Bär

Albrecht der Bär (auch: Albrecht von Ballenstedt)

(um 1100-1170)

Albrecht der Bär erhielt seinen Beinamen schon von seinen Zeitgenossen, wahrscheinlich, um ihm einen, dem Namen seines Widersachers Heinrich des Löwen, ebenbürtigen Titel zu verleihen. Es wird aber auch vermutet, dass Albrecht um 1100 in der Bärenburg, d.h. dem heutigen Bernburg geboren wurde. Unter dem ehrgeizigen Albrecht dem Bären sind die Askanier zu einem der bedeutendsten Herrscherhäuser des mitteldeutschen Raumes aufgestiegen.

Albrechts Leben und seine Politik waren vom Anspruch auf die sächsische Herzogswürde bestimmt, den er von der Abstammung seiner Mutter Eilika aus dem Geschlecht der Billunger ableitete. Die Billunger hatten lange Zeit die sächsischen Herzöge gestellt, waren aber in der männlichen Linie ausgestorben, so dass das Herzogtum neu vergeben werden musste. Gleichwertige Ansprüche meldeten aber auch die Welfen an.

Albrecht der Bär konnte seine Forderungen nach der sächsischen Herzogswürde weder durch Wort noch Schwert durchsetzen. Zwar belehnte Kaiser Konrad III. Albrecht 1138 mit dem Herzogtum, aber erAlbrecht der Bär konnte es nicht behaupten. Bereits 1142 musste Albrecht darauf wieder verzichten, doch waren bei den jahrelangen Kämpfen mit den Welfen seine eigenen Gebiete schwer verwüstet worden. Albrecht der Bär erkannte selbst niemals die Vormacht der Welfen im mitteldeutschen Raum an. Erst mit seinem Tod am 18. November 1170 schien der Kampf um das Herzogtum entschieden.

Ein anderes politisches Ziel verfolgte Albrecht dagegen erfolgreicher: Die Rückeroberung östlicher Gebiete, unter anderem der Mark Brandenburg, die an die Slawen verloren gegangen war. 1147 nahm er an einem gemeinsamen Kreuzzug deutscher Fürsten gegen die Wenden teil und war der einzige, der dabei einige Gebiete einnehmen konnte. Endgültig eroberte er die Mark und die gleichnamige Stadt Brandenburg 1157. Das Jahr gilt als die Geburtsstunde der Mark Brandenburg. Spätestens seit diesem Zeitpunkt nannte sich Albrecht auch Markgraf von Brandenburg. Damit hatte er eine Stellung ähnlich der eines Herzogs. Ihm war die Umwandlung eines Amtslehens in eine sich auf reichen Eigenbesitz gründende neue Landesherrschaft auf slawischen Boden gelungen.

Durch seine stetige Reichstreue und die Rückeroberung der Mark Brandenburg genoss Albrecht hohes Ansehen bei Friedrich I. Der Kaiser, besser bekannt als Barbarossa, verlieh ihm die Erzkämmererwürde und wertete damit das Geschlecht der Askanier bedeutend auf.

Albrecht begann, die neu eroberten östlichen Gebiete planmäßig zu kolonisieren und zu christianisieren, indem er unter anderem flämische und holländische Siedler anwarb. Aus dem bis dahin sumpfigen Land wurden rasch fruchtbare Landschaften. Zahlreiche Siedlungen entstanden, die Bistümer Havelberg und Brandenburg, die bereits unter den Ottonen bestanden hatten, wurden wieder eingerichtet. Die Zisterzienser gründeten mehrere Klöster, wie Zinna und Lehnin. Letzteres diente den Nachfolgern Albrechts als Grablege. Vorhandene slawische Burgen wie Potsdam und Spandau baute man zur Sicherung des Landes aus. Zeugnis der regen Bautätigkeit ist der 1170 in Anwesenheit Albrechts geweihte Havelberger Dom.

Information

Vergangenheit      Zukunft
http://www.bauplanung-bauditz.de/PBBauditz/Bauditz_Home.html Komturei-Studie
Quelle:  ca. 46MB Quelle: ca 7MB

 

Johanniterorden in Deutschland

Die Besitzungen des Johanniterordens in Deutschland waren erheblich geringer als in anderen Zungen. 1154 gründeten die Johanniter ihre erste Niederlassung auf deutschem Boden vor den Mauern der Stadt Duisburg, wo sie die Duisburger Marienkirche errichteten und heute noch mit Maltesereinrichtungen vertreten sind. Mit zu den ältesten Ordenshäusern (1162 gegründet) in Deutschland gehört die Komturei im Eifelstädtchen Adenau. Albrecht der Bär schenkte dem Johanniter-Orden die Kirche zu Werben und sechs Hufen Landes. 250 Jahre lang war Werben Sitz der Ordensregierung für Brandenburg, Pommern und die Wendenlande. Von dort aus ging die Expansion beispielsweise im westlichen Mecklenburg über die Priorei Sülsdorf zur Komturei Kraak. Seit 1290 wird die Malteser Komturei in Herrenstrunden erwähnt, die 1328 Ordens-Ballei und damit Zentralstelle für die Verwaltung der Ordensprovinz wurde.[6] Nach dem Verbot des Templerordens 1312 wurden durch Vertrag von Cremmen am 23. Januar 1318 durch Markgraf Waldemar von Brandenburg die Besitzungen der Templer in Brandenburg den Johannitern übertragen. Dazu gehörte zum Beispiel die Komturei Tempelhof, die sie schon 1435 an die Städte Berlin/Cölln verkauften.

Von 1505 bis 1806 war der Sitz des deutschen Großpriorats in Heitersheim.

Quelle: Wikipedia

Am 22. Juni 2012 haben 17 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Werben, aber auch aus deutschlandweit anderen Orten, in der Hansestadt Werben den Verein  "Johanniterkomturei Werben e.V." gegründet. Der als gemeinnützig anerkannt und eingetragen ist.

Ziel des Vereines ist es, die ehemalige Johanniterkomturei Werben mit ihrer historischen Bausubstanz insgesamt und der Lambertikapelle innerhalb des einstigen Komtureihofes zu erhalten und Maßnahmen zur Entwicklung des Geländes und des direkten Umfeldes voranzutreiben und umzusetzen.

Der Verein freut sich über jedes Interesse an seiner Arbeit und jede ehrenamtliche Mitarbeit.

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